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Dropshipping in Deutschland 2026: Rechtliche Pflichten, Steuern & Verträge

Dropshipping in Deutschland 2026_ Rechtliche Pflichten, Steuern & Verträge

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Sie träumen vom eigenen Online-Business? Dropshipping macht den Einstieg leicht: Kein Lager, keine Vorabinvestitionen, volle Flexibilität. Doch gerade in Deutschland gilt: Erfolg braucht Vorbereitung. Mit den richtigen Informationen starten Sie sicher und rechtskonform durch.

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die rechtlichen Pflichten, Steuern und Verträge, die Sie beim Betrieb eines Dropshipping-Geschäfts in Deutschland beachten müssen – von der Gewerbeanmeldung bis zu den neuen Zollregeln 2026.

Zusammenfassung in Kürze:

  • Dropshipping ist legal in Deutschland, erfordert aber eine Gewerbeanmeldung und die Einhaltung zahlreicher Vorschriften (ImpressumspflichtDSGVOWiderrufsrecht).
  • Verpackungsgesetz: Je nach Herkunft Ihres Lieferanten müssen Sie sich beim LUCID-Register anmelden.
  • Umsatzsteuer: Sie müssen Umsatzsteuer erheben und abführen, können aber unter bestimmten Bedingungen die Kleinunternehmerregelung nutzen. OSS und IOSS vereinfachen grenzüberschreitende Verkäufe.
  • Produkthaftung: Als Online-Händler tragen Sie die volle Verantwortung für Produktsicherheit und Konformität – besonders bei Lieferanten außerhalb der EU.
  • Neue Zollregeln 2026: Ab Juli 2026 entfällt die Zollbefreiung für Kleinsendungen unter 150 €, was die Rentabilität von Dropshipping aus Drittländern beeinflussen wird. 

Was ist Dropshipping? – Definition und Grundprinzip

Dropshipping (auch Streckengeschäft oder Direktversand genannt) ist ein Geschäftsmodell, bei dem Sie als Online-Händler Produkte verkaufen, ohne diese selbst zu lagern.

So funktioniert es:

  1. Ein Kunde bestellt in Ihrem Online-Shop.
  2. Sie leiten die Bestellung an Ihren Dropshipping-Anbieter (Großhändler oder Hersteller) weiter.
  3. Der Lieferant verpackt und versendet das Produkt direkt an den Endkunden.
  4. Sie behalten die Differenz zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis.

Als Online-Händler agieren Sie als Vermittler zwischen Dropshipping-Anbietern und Ihren Kunden. Die Versandabwicklung erfolgt direkt vom Lieferanten zum Endkunden, was Ihnen Lager- und Versandkosten erspart.

Wichtig

Rechtlich gesehen sind Sie der Vertragspartner des Kunden, nicht Ihr Lieferant. Das bedeutet, dass Sie für die Erfüllung des Vertrags, Reklamationen, Rücksendungen und die Produktqualität vollständig verantwortlich sind.

Ist Dropshipping in Deutschland legal?

Ja, Dropshipping ist in Deutschland vollkommen legal. Es gibt kein Gesetz, das dieses Geschäftsmodell verbietet. Allerdings müssen Sie dieselben rechtlichen Anforderungen erfüllen wie jeder andere Online-Händler auch.

Die häufigsten Missverständnisse entstehen, weil viele Einsteiger glauben, dass die Verantwortung beim Lieferanten liegt. Das ist falsch. Auch wenn Ihr Lieferant die Ware versendet, bleiben Sie als Händler gegenüber dem Kunden verantwortlich.

Gut zu wissen

Das Bundeskartellamt und andere deutsche Behörden überwachen den E-Commerce streng. Verstöße gegen Verbraucherschutzrechte, fehlende Impressumsangaben oder mangelnde Produktsicherheit können schnell zu Abmahnungen und hohen Strafen führen.

Die besten Dropshipping-Anbieter in Deutschland

Die Wahl des richtigen Dropshipping-Anbieters ist entscheidend für Ihren Erfolg. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Dropshipping-Lieferanten für deutsche Online-Händler.

Europäische Dropshipping-Anbieter

NEDIS (Niederlande)

  • Spezialisiert auf Elektronik und Haushaltswaren
  • CE-konforme Produkte
  • Schneller Versand innerhalb Europas
  • Bereits beim LUCID-Register angemeldet

DropShipping.de

  • Deutsche Plattform mit verifizierten Lieferanten
  • Große Produktauswahl aus verschiedenen Kategorien
  • Direkter Support auf Deutsch
  • Rechtssicherheit durch EU-basierte Partner

Großhandel.eu

  • Zugang zu europäischen Herstellern und Großhändlern
  • Transparente Versandkosten und Lieferzeiten
  • Ideal für mittelständische Online-Shops

Internationale Dropshipping-Anbieter

AliExpress (China)

  • Größte Produktauswahl weltweit
  • Niedrige Einkaufspreise
  • ⚠️ Vorsicht: Prüfen Sie CE-Kennzeichnung und LUCID-Registrierung
  • Längere Versandzeiten (15-45 Tage je nach Versandart: Standard 20-45 Tage, ePacket 15-30 Tage, Express 7-15 Tage)

DHgate (China)

  • Alternative zu AliExpress mit B2B-Fokus
  • Mindestbestellmengen oft niedriger
  • Bessere Kommunikation mit Lieferanten

Wichtig

Prüfen Sie bei jedem Dropshipping-Anbieter die LUCID-Registrierung und CE-Konformität, besonders bei Lieferanten außerhalb der EU. Sie als Händler haften für alle Produkte, die Sie in Deutschland verkaufen.

Gewerbeanmeldung: Der erste Schritt für Ihr Dropshipping-Geschäft

Bevor Sie mit dem Verkauf beginnen, müssen Sie Ihr Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt anmelden. Diese Pflicht gilt für jede gewerbliche Tätigkeit in Deutschland – auch für Dropshipping.

Wie melden Sie ein Gewerbe an?

  • Gehen Sie zum Gewerbeamt Ihrer Stadt oder Gemeinde (teilweise auch online möglich).
  • Füllen Sie das Formular „Gewerbeanmeldung" aus und beschreiben Sie Ihre Tätigkeit präzise (z. B. „Online-Handel mit Haushaltswaren").
  • Das Gewerbeamt informiert automatisch das Finanzamt, die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie andere Behörden.
  • Sie erhalten einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung vom Finanzamt.
  • Nach Bearbeitung erhalten Sie Ihre Steuernummer und auf Antrag eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) für den innergemeinschaftlichen Handel.

Welche Kosten entstehen?

Die Gewerbeanmeldung kostet zwischen 15 und 65 €, abhängig von Ihrer Gemeinde. Zusätzlich können IHK-Beiträge anfallen, sobald Ihr Umsatz bestimmte Grenzen überschreitet.

Bitte beachten Sie

Die IHK-Mitgliedschaft ist für Gewerbetreibende in Deutschland Pflicht. Die Beiträge staffeln sich nach Umsatz und Gewinn. Kleingewerbetreibende zahlen oft nur den Mindestbeitrag von ca. 30-75 € pro Jahr.

Rechtliche Pflichten: Was Sie wissen müssen

Impressum und Datenschutz (DSGVO)

Jeder Online-Shop in Deutschland muss ein vollständiges Impressum enthalten. Fehlt dieses oder ist es unvollständig, drohen Abmahnungen mit Kosten von mehreren hundert bis tausend Euro.

Pflichtangaben im Impressum:

  • Vollständiger Name (bei Unternehmen: Rechtsform und Vertretungsberechtigte)
  • Vollständige Postanschrift (kein Postfach)
  • Kontaktmöglichkeiten (E-Mail, Telefon)
  • Handelsregister-Nummer (falls vorhanden)
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (falls vorhanden)

Datenschutzerklärung (DSGVO):

Zusätzlich benötigen Sie eine rechtssichere Datenschutzerklärung, die erklärt, welche Daten Sie erheben, wie Sie diese verarbeiten und an wen Sie diese weitergeben (z. B. an Ihren Dropshipping-Lieferanten).

Wichtig

Wenn Sie Kundendaten (Name, Adresse) an Ihren Dropshipping-Lieferanten übermitteln, müssen Sie dies in Ihrer Datenschutzerklärung transparent darstellen. Die Rechtsgrundlage ist Artikel 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

Widerrufsrecht und AGB

Verbraucher haben in Deutschland ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen bei Fernabsatzverträgen (§§ 312g, 355 BGB). Das bedeutet, dass Kunden die Ware innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurücksenden können.

Ihre Pflichten:

  • Bereitstellung einer Widerrufsbelehrung (rechtlich korrekter Text)
  • Bereitstellung eines Muster-Widerrufsformulars
  • Rückerstattung des Kaufpreises innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Retoure

Neu ab 19. Juni 2026: Online-Shops müssen einen gut sichtbaren Widerrufsbutton in ihrer Benutzeroberfläche integrieren, über den Kunden ihr Widerrufsrecht direkt ausüben können.

AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen):

AGB sind in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber dringend empfohlen. Sie regeln wichtige Punkte wie Lieferzeiten, Zahlungsbedingungen und Haftungsausschlüsse.

Verpackungsgesetz und LUCID-Register

Das Verpackungsgesetz (VerpackG) verpflichtet jeden, der verpackte Waren in Deutschland in Verkehr bringt, sich beim LUCID-Register anzumelden und an einem dualen System (z. B. Der Grüne Punkt, Interseroh) teilzunehmen.

Wer ist verantwortlich?

Situation

Verantwortlicher

Lieferant sitzt in der EU

Der Lieferant

Lieferant sitzt außerhalb der EU

Sie als Importeur

Nur Ihr Name steht auf der Verpackung

Sie

Wichtig

Wenn Sie Produkte aus China oder anderen Nicht-EU-Ländern importieren, sind Sie für die Registrierung beim LUCID-Register verantwortlich. Ein Verstoß kann zu einem Vertriebsverbot führen.

Produkthaftung und Produktsicherheit im Dropshipping

Als Online-Händler tragen Sie die volle Produkthaftung, auch wenn Sie die Ware nie physisch in den Händen hatten.

Die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR)

Seit Dezember 2024 gilt die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR), die strengere Anforderungen an die Produktsicherheit stellt.

Ihre Pflichten:

  • Sicherstellen, dass Produkte den EU-Sicherheitsstandards entsprechen
  • Bereitstellung von Bedienungsanleitungen und Warnhinweisen auf Deutsch
  • Angabe von Hersteller- oder Importeurinformationen auf dem Produkt
  • Dokumentation der Konformität (Prüfberichte, Zertifikate)

Wer haftet bei Importen aus Drittländern?

Wenn Ihr Lieferant außerhalb der EU sitzt (z. B. in China), werden Sie zum Importeur und übernehmen damit die volle Verantwortung für die Produktsicherheit.

CE-Kennzeichnung und Konformität

Viele Produkte (Elektronik, Spielzeug, Medizinprodukte) benötigen eine CE-Kennzeichnung, die bestätigt, dass sie den EU-Vorschriften entsprechen.

Fordern Sie von Ihrem Dropshipping-Lieferanten:

  • CE-Konformitätserklärung
  • Technische Dokumentation
  • Prüfberichte von anerkannten Prüfstellen

Sanktionen bei Verstößen:

  • Produktrückrufe auf Ihre Kosten
  • Bußgelder bis zu mehreren hunderttausend Euro
  • Strafverfahren bei schweren Verstößen

Achtung

Verkaufen Sie niemals Produkte ohne CE-Kennzeichnung, wenn diese vorgeschrieben ist. Die Behörden in Deutschland kontrollieren streng, und die Konsequenzen können existenzbedrohend sein.

Steuern im Dropshipping: Umsatzsteuer, OSS und IOSS

Umsatzsteuer (MwSt.) – Die Grundlagen

In Deutschland unterliegen fast alle Verkäufe der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer). Die Standardsätze sind:

  • 19 % (Regelsteuersatz)
  • 7 % (ermäßigter Satz für Lebensmittel, Bücher, etc.)

Sie müssen die Umsatzsteuer auf Ihren Verkaufspreis erheben und regelmäßig ans Finanzamt abführen.

Kleinunternehmerregelung nutzen

Wenn Ihr Umsatz im vorangegangenen Jahr unter 25.000 € lag und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 € nicht überschreitet, können Sie die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) nutzen.

Hinweis: Die Grenzen wurden 2025 von 22.000 € / 50.000 € auf 25.000 € / 100.000 € angehoben.

Vorteile:

  • Sie müssen keine Umsatzsteuer auf Ihren Rechnungen ausweisen
  • Keine Umsatzsteuervoranmeldungen

Nachteile:

  • Sie können keine Vorsteuer (z. B. aus Wareneinkäufen) abziehen
  • Professionelle B2B-Kunden bevorzugen oft Rechnungen mit ausgewiesener MwSt.

Praktisches Beispiel: Steuerberechnung im Dropshipping

Beispiel für einen Dropshipping-Verkauf:

  • Verkaufspreis an Kunden49,99 €
  • Enthaltene Umsatzsteuer (19%): 7,98 €
  • Netto-Verkaufspreis: 42,01 €
  • Einkaufspreis beim Lieferanten25,00 €
  • Ihre Marge (vor Kosten): 17,01 €

Abzüglich Versandkosten, Marketingausgaben und Plattformgebühren bleibt Ihr tatsächlicher Gewinn. Als Online-Händler sollten Sie diese Kalkulation für jedes Produkt durchführen.

OSS und IOSS: Vereinfachung für grenzüberschreitende Verkäufe

OSS (One-Stop-Shop):

Wenn Sie an Privatkunden in anderen EU-Ländern verkaufen und Ihr jährlicher Gesamtumsatz in der EU 10.000 € übersteigt, müssen Sie die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes erheben.

Das OSS-Verfahren ermöglicht es Ihnen, alle EU-weiten Umsatzsteuern über eine zentrale Meldestelle in Deutschland (BZSt) abzuwickeln, ohne sich in jedem Land einzeln registrieren zu müssen.

IOSS (Import One-Stop-Shop):

Für Sendungen aus Nicht-EU-Ländern (z. B. China) mit einem Warenwert unter 150 € können Sie das IOSS-Verfahren nutzen. Damit wird die Einfuhrumsatzsteuer direkt beim Verkauf erhoben, und der Kunde muss keine zusätzlichen Zollgebühren bezahlen.

Vorteil: Bessere Kundenerfahrung, da keine unerwarteten Zusatzkosten entstehen – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil im E-Commerce.

Neue Zollregeln ab Juli 2026

Wichtige Änderung: Ab dem 1. Juli 2026 entfällt die Zollbefreiung für Kleinsendungen unter 150 €. Stattdessen wird eine pauschale Zollgebühr von 3 € pro Sendung fällig.

Das bedeutet für Online-Händler:

  • Dropshipping aus China wird teurer
  • Sie müssen Ihre Preiskalkulation anpassen
  • Kunden müssen über mögliche Zusatzkosten informiert werden

Bitte beachten Sie:

Informieren Sie Ihre Kunden transparent über mögliche Zoll- und Einfuhrumsatzsteuerkosten. Fehlende Transparenz kann zu Abmahnungen wegen irreführender Werbung führen.

Verträge im Dropshipping: Lieferanten und Kunden

Vertrag mit Ihrem Dropshipping-Anbieter

Der Vertrag mit Ihrem Dropshipping-Lieferanten ist das Fundament Ihres Geschäfts. Lassen Sie sich nicht auf mündliche Absprachen ein.

Wichtige Vertragsbestandteile:

  • Lieferzeiten: Vereinbaren Sie verbindliche Versandfristen
  • Produktqualität: Fordern Sie Qualitätsprüfungen und Rückgaberechte bei mangelhafter Ware
  • Verantwortlichkeiten: Klären Sie, wer für Retouren, Reklamationen und Gewährleistung zuständig ist
  • Versandkosten: Wer trägt welche Kosten?
  • Datenübermittlung: Wie werden Kundendaten übertragen? (DSGVO-Konformität!)
  • Haftung: Was passiert bei Lieferverzögerungen oder Produktmängeln?
  • Anwendbares Recht: Welches Recht gilt bei Streitigkeiten? (Empfehlung: deutsches Recht)

Gut zu wissen

Einige Dropshipping-Anbieter bieten Direct-Integration mit Amazon, eBay und Shopify. Das automatisiert die Bestellübermittlung und reduziert Fehlerquellen erheblich.

Verantwortung gegenüber dem Endkunden

Sie sind der alleinige Vertragspartner des Kunden. Das bedeutet:

  • Sie haften für Lieferverzögerungen, auch wenn Ihr Lieferant schuld ist
  • Sie müssen Reklamationen bearbeiten und Ersatz oder Rückerstattungen anbieten
  • Sie tragen das Risiko bei mangelhaften oder nicht konformen Produkten

Gewährleistung:

In Deutschland gilt eine gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren auf neue Produkte. Bei Mängeln innerhalb des ersten Jahres liegt die Beweislast beim Händler (Beweislastumkehr).

Ihr Rückgriff: Sie können sich vertraglich absichern, dass Ihr Lieferant Sie bei Gewährleistungsfällen unterstützt. Dies muss aber im Vertrag klar geregelt sein.

Yousign: Verträge rechtssicher digital signieren

Mit Yousign können Sie Ihre Verträge mit Dropshipping-Lieferanten rechtssicher digital signieren und archivieren. So haben Sie im Streitfall immer einen eindeutigen Nachweis über die vereinbarten Bedingungen.

Ihre Vorteile mit Yousign:

  • Rechtssichere elektronische Signatur nach eIDAS-Verordnung
  • Zentrale Archivierung aller Verträge
  • Schneller Vertragsabschluss – auch international
  • Volle Rechtssicherheit bei Prüfungen

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Dropshipping auf Plattformen: Amazon, eBay & Co.

Viele Online-Händler nutzen etablierte Plattformen wie Amazon oder eBay für ihr Dropshipping-Business. Doch diese haben eigene Regeln.

Amazon:

  • Dropshipping ist erlaubt, aber Ihr Name muss als Absender auf allen Paketen und Dokumenten stehen
  • Sie dürfen nicht auf einer anderen Plattform (z. B. eBay) kaufen und an Amazon-Kunden versenden lassen
  • Keine Lieferantendokumente im Paket

eBay:

  • Dropshipping ist grundsätzlich erlaubt
  • Verwenden Sie nur seriöse Großhändler
  • „Retail Arbitrage Dropshipping" (Kauf auf Amazon, Versand an eBay-Kunden) ist verboten

Etsy:

  • Fokus auf handgefertigte, Vintage- oder Kreativmaterialien
  • Dropshipping von Massenprodukten aus China ist oft nicht konform

Verstöße führen zu:

  • Sperrung Ihres Verkäuferkontos
  • Einbehaltung von Zahlungen
  • Meldung an Behörden

Häufige Fehler und wie Sie diese vermeiden

Fehler

Konsequenz

Lösung

Kein Impressum oder fehlerhafte Angaben

Abmahnung, Bußgeld bis 50.000 €

Rechtssicheres Impressum erstellen lassen

Keine LUCID-Registrierung bei Drittlandimporten

Vertriebsverbot

Registrierung beim LUCID-Register + Duales System

Fehlende CE-Kennzeichnung

Produktrückruf, Bußgeld

CE-Konformitätserklärung vom Lieferanten anfordern

Zu optimistische Lieferzeiten kommuniziert

Kundenbeschwerden, Abmahnungen

Nur realistische Versandzeiten angeben

Keine vertragliche Absicherung mit Lieferant

Rechtsunsicherheit bei Streitigkeiten

Schriftlichen Vertrag mit allen Pflichten abschließen

Produkte aus China ohne Qualitätsprüfung

Produkthaftung, Imageschaden

Musterbestellungen testen, Zertifikate prüfen

Fazit

Dropshipping in Deutschland ist ein legales und attraktives Geschäftsmodell – aber nur, wenn Sie die rechtlichen und steuerlichen Anforderungen von Anfang an ernst nehmen.

Die wichtigsten Schritte für Online-Händler:

  1. Gewerbeanmeldung vor dem ersten Verkauf
  2. Rechtssichere Shop-Dokumente (Impressum, Datenschutz, WiderrufsrechtAGB)
  3. Verpackungsgesetz beachten (LUCID-Register)
  4. Produktsicherheit sicherstellen (CEGPSR)
  5. Steuerliche Pflichten erfüllen (UmsatzsteuerOSSIOSS)
  6. Vertragliche Absicherung mit Dropshipping-Anbietern

Mit der richtigen Vorbereitung, zuverlässigen Lieferanten und professionellen Tools können Sie ein erfolgreiches und rechtskonformes Dropshipping-Business aufbauen. Die neuen Zollregeln 2026 erfordern eine Anpassung Ihrer Kalkulation, bieten aber auch Chancen für Online-Händler, die auf europäische Dropshipping-Anbieter setzen.

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