Digitalisierung für KMUs – so geht’s  

3 min

Aktualisiert am 3 Jun, 2024

Veröffentlicht am 24 Mai, 2024

Die Revolution der Gesundheitsversorgung: Wie E-Health unsere Zukunft prägt

elektronische Gesundheitskarte
Dina Janghorban

Dina Janghorban

Content Manager @Yousign

Illustration: Gawon Lee

Übersicht

Die Gesundheitsversorgung steht vor einer digitalen Revolution. E-Health, die Nutzung elektronischer Technologien zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung, verändert die Art und Weise, wie wir Gesundheit erleben und verwalten. Digitale Anwendungen, von Telemedizin bis zu mobilen Gesundheits-Apps, ermöglichen es, Gesundheitsdienste effizienter, zugänglicher und kostengünstiger zu gestalten. Doch was genau ist eHealth, und welche Vorteile bringt es mit sich? In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um E-Health und beleuchten die Chancen und Herausforderungen dieser Entwicklung.

Was ist eHealth?

eHealth bezeichnet die Anwendung elektronischer Technologien und des Internets zur Unterstützung der Gesundheitsversorgung. Dazu gehören elektronische Patientenakten (EPA), Telemedizin, mobile Gesundheitsanwendungen (mHealth) und Gesundheitsinformationssysteme. Das Ziel ist es, die Effizienz der Gesundheitsdienste zu steigern, die Qualität der Versorgung zu verbessern und die Kosten zu senken.

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Wie können digitale Anwendungen die Gesundheitsversorgung verbessern?

Digitale Anwendungen können die Gesundheitsversorgung auf vielfältige Weise verbessern. Sie ermöglichen einen schnellen Zugang zu Informationen, unterstützen durch Telemedizin die Fernberatung und -diagnose und erleichtern durch elektronische Patientenakten den Austausch von Patientendaten. Mobile Gesundheitsanwendungen helfen Patienten bei der Selbstüberwachung und -pflege, während Künstliche Intelligenz Diagnosen unterstützt und personalisierte Behandlungspläne erstellt.

Wichtige Informationen für Patienten über elektronische Gesundheitsanwendungen

Patienten sollten wissen, wie ihre Daten geschützt werden und wer darauf zugreifen kann. Sie sollten sich über die Funktionen der Anwendung informieren und sicherstellen, dass sie einfach zu bedienen und zuverlässig ist. Außerdem sollten sie die Kosten kennen und wissen, ob ihre Krankenkasse die Nutzung der Anwendung übernimmt. Wichtig ist auch, dass Patienten wissen, wie sie ihre Gesundheitsdaten als pdf herunterladen und speichern können.

Die Rolle der Telematikinfrastruktur in der Patientenversorgung

Die Telematikinfrastruktur (TI) ist ein sicheres Netzwerk, das verschiedene Akteure im Gesundheitswesen verbindet. Die Gematik, die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH, ist verantwortlich für den Aufbau und Betrieb der TI in Deutschland. Sie ermöglicht den sicheren Datenaustausch, erleichtert den Zugriff auf elektronische Patientenakten und unterstützt durch elektronische Rezepte und effiziente Kommunikation die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsdienstleistern.

Vorteile der Digitalisierung im Gesundheitswesen für Ärzte und Patienten

Die Digitalisierung bietet zahlreiche Vorteile für Ärztinnen und Patienten. Hier sind einige der wichtigsten:

  • Bessere Diagnosen und Behandlungen: Durch den einfachen Zugang zu umfangreichen Daten und Informationen können Ärzte genauere Diagnosen stellen und personalisierte Behandlungspläne erstellen.
  • Zeit- und Kostenersparnis: Digitale Prozesse reduzieren den Verwaltungsaufwand und die Wartezeiten. Patienten können viele Angelegenheiten online regeln, ohne dass ein persönlicher Besuch notwendig ist.
  • Verbesserte Patientensicherheit: Elektronische Dokumentation und klare Aufzeichnungen minimieren das Risiko von Fehlern und Verwechslungen. Patienteninformationen sind immer auf dem neuesten Stand und leicht zugänglich.
  • Personalisierte Betreuung: Dank digitaler Gesundheitsdaten und Analysetools können Behandlungspläne besser auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden.
  • Flexibilität: Telemedizinische Angebote ermöglichen Konsultationen und Untersuchungen unabhängig vom Standort des Patienten, was besonders in Notfällen oder für Menschen mit eingeschränkter Mobilität hilfreich ist.

Gesetzliche Rahmenbedingungen für eHealth-Anwendungen

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eHealth-Anwendungen umfassen Datenschutzgesetze wie die DSGVO, Regulierungen für Medizinprodukte, Telemedizingesetze und Bestimmungen zur Kostenerstattung. Diese Regelungen gewährleisten den Schutz der persönlichen Gesundheitsdaten und die Sicherheit und Wirksamkeit der digitalen Gesundheitsanwendungen. Die Gematik spielt hierbei eine wichtige Rolle, indem sie die gesetzlichen Vorgaben für die Telematikinfrastruktur umsetzt.

Sicherheit von elektronischen Gesundheitsdiensten und digitalen Anwendungen

Die Sicherheit elektronischer Gesundheitsdienste wird durch Maßnahmen wie Verschlüsselung, sichere Authentifizierung, regelmäßige Sicherheitsupdates und klare Datenschutzrichtlinien gewährleistet. Diese Maßnahmen schützen die Daten und stellen sicher, dass nur berechtigte Personen darauf zugreifen können. Medizinische Daten sind besonders sensibel, weshalb die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hier von großer Bedeutung ist.

Verbesserte Kommunikation durch elektronische Patientenakten (EPA)

Elektronische Patientenakten (EPA) können die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten erheblich verbessern. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:

  • Transparenz: Patienten haben Zugang zu ihren Gesundheitsdaten und können diese leicht mit verschiedenen Ärzten teilen. Dies fördert ein besseres Verständnis und Vertrauen in die Behandlung.
  • Kontinuität der Versorgung: Alle relevanten Gesundheitsinformationen sind an einem Ort gespeichert, was die Nachverfolgung und Planung von Behandlungen erleichtert.
  • Aktive Teilnahme: Patienten können aktiv an ihrer Gesundheitsversorgung teilnehmen, indem sie Testergebnisse einsehen, Fragen stellen und ihre Daten aktualisieren.
  • Einfacher Datenaustausch: Ärzte können Patientendaten als pdf exportieren und bei Bedarf weitergeben, was die Zusammenarbeit und Konsultation erleichtert.

Gut zu wissen!

Weitere Aspekte die außerdem digitalisiert wurden im Gesundheitssystem: die elektronische Gesundheitskarte(eGK), elektronische Rezepte & die elektronische Arbeitsunfähigkeit(eAU)

Die Bedeutung medizinischer Kommunikationstechnologien im eHealth-Bereich

Medizinische Kommunikationstechnologien sind ein wesentlicher Bestandteil von eHealth. Telemedizin-Plattformen ermöglichen virtuelle Konsultationen und Fernüberwachung, Gesundheitsportale bieten Zugang zu Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten, und elektronische Kommunikationstools erleichtern den Austausch von Gesundheitsinformationen. Interoperabilität stellt sicher, dass verschiedene Systeme und Anwendungen nahtlos kommunizieren können.

Die digitale Revolution im Gesundheitswesen ist in vollem Gange. eHealth bietet enorme Vorteile für Patienten und Ärzte, von verbesserter Diagnostik und Behandlung bis hin zu effizienterem Datenaustausch und erhöhter Patientensicherheit. Die Gematik spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und dem Betrieb der Telematikinfrastruktur. Es ist an der Zeit, dass wir die Möglichkeiten der digitalen Gesundheitsversorgung erkennen und nutzen, um die Zukunft der Gesundheitsversorgung zu gestalten.

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