Digitalisierung für KMUs – so geht’s  

3 min

Aktualisiert am 30 Mai, 2024

Veröffentlicht am 23 Mai, 2024

Alles, was Sie über die Elektronische Gesundheitskarte (eGK) wissen müssen

Dina Janghorban

Dina Janghorban

Content Manager @Yousign

Illustration: Gawon Lee

Übersicht

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran und mit ihr wächst die Bedeutung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Die eGK ist nicht nur ein moderner Ersatz für die herkömmliche Krankenversicherungskarte, sondern auch ein wichtiger Schritt hin zu einer vernetzten und effizienten Gesundheitsversorgung. Sie ermöglicht eine sichere Speicherung und den Austausch von Gesundheitsdaten, was die Qualität der medizinischen Versorgung erheblich verbessert. Die Einführung der eGK wird von der gematik, der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH, koordiniert und ist Teil der umfassenden E-Health-Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit der E-Health-Initiative das Ziel, die medizinische Versorgung durch digitale Technologien zu optimieren. Die elektronische Gesundheitskarte spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie bietet nicht nur praktische Vorteile für Patienten und Ärzte, sondern fördert auch die Sicherheit und Vertraulichkeit von Gesundheitsinformationen. In diesem Blogartikel beantworten wir alle wichtigen Fragen rund um die eGK, von den gespeicherten Informationen über den Zugriff auf die elektronische Patientenakte bis hin zur Rolle des elektronischen Rezepts und den Sicherheitsvorkehrungen.

Was ist die Elektronische Gesundheitskarte (eGK)?

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist eine Chipkarte für gesetzlich Versicherte in Deutschland. Sie ersetzt die frühere Krankenversicherungskarte und dient als offizieller Nachweis der Krankenversicherung. Die eGK ermöglicht eine verbesserte medizinische Versorgung durch digitale Anwendungen und den sicheren Austausch von Gesundheitsdaten.

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Wie funktioniert die elektronische Gesundheitskarte?

Die eGK funktioniert als eine multifunktionale Chipkarte, die in Verbindung mit der Telematikinfrastruktur arbeitet. Die Karte enthält sowohl einen Speicherchip als auch eine Kontaktfläche für die Datenübertragung. Ärzte, Apotheker und andere Gesundheitsdienstleister können die Karte in spezielle Lesegeräte einführen, um auf die gespeicherten Daten zuzugreifen oder neue Informationen hinzuzufügen. Der Zugriff auf die Daten erfolgt nur mit entsprechender Berechtigung und in der Regel nach Eingabe einer persönlichen Identifikationsnummer (PIN) des Versicherten.

Gut zu wissen!

Die elektronische Gesundheitskarte ist seit dem 1. Januar 2014 verbindlich für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland. Nach Erhalt und Aktivierung durch die jeweilige Krankenkasse ist die eGK sofort gültig. Patienten sollten die Karte bei ihrem nächsten Arztbesuch mitbringen, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Daten korrekt erfasst und in das System eingespielt werden können. Bei Erhalt einer neuen Karte wird die alte automatisch ungültig.

Welche Informationen sind auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert?

Auf der eG-Karte sind folgende Informationen gespeichert:

  • Persönliche Daten des Versicherten (Name, Geburtsdatum, Geschlecht)
  • Versicherungsnummer
  • Lichtbild des Versicherten
  • Versichertennummer
  • Angaben zur Krankenversicherung (Name der Krankenkasse)

Zukünftig können auch medizinische Notfalldaten und der elektronische Medikationsplan auf der eGK gespeichert werden.

Können Patienten ihre medizinischen Daten auf der eGK einsehen?

Ja, Patienten können bestimmte medizinische Daten auf der eGK einsehen, insbesondere wenn Notfalldaten und der elektronische Medikationsplan darauf gespeichert sind. Der Zugang zu diesen Daten erfolgt durch autorisierte Ärzte und Apotheker. Patienten haben die Möglichkeit, Einsicht in ihre gespeicherten Informationen zu bekommen.

Wie können Ärzte auf die Daten in der Patientenakte der eGK zugreifen?

Ärzte können über die Telematikinfrastruktur auf die Daten in der elektronischen Patientenakte (ePA) zugreifen. Dies erfordert eine Authentifizierung mittels eines Heilberufs Ausweises und der Zustimmung des Patienten. Die ePA ermöglicht es Ärzten, wichtige Gesundheitsinformationen zentral abzurufen und zu aktualisieren, was die Koordination und Qualität der Versorgung verbessert.

Was ist die Funktion des elektronischen Rezepts auf der eGK?

Das elektronische Rezept (eRezept) ist eine digitale Version des herkömmlichen Papierrezepts. Ärzte können eRezepte direkt auf die eGK übertragen, und Patienten können diese in Apotheken einlösen. Dies vereinfacht den Prozess und reduziert die Fehleranfälligkeit bei der Verschreibung und Abgabe von Medikamenten.

Welche Rolle spielt die elektronische Patientenakte (ePA) im Zusammenhang mit der eGK?

Die elektronische Patientenakte (ePA) ist eng mit der eGK verknüpft und speichert umfassende medizinische Daten zentral. Über die eGK können autorisierte Gesundheitsdienstleister auf die ePA zugreifen und wichtige Informationen wie Arztbriefe, Laborbefunde und Medikationspläne einsehen. Die ePA fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit und verbessert die Patientenversorgung durch eine ganzheitliche Sicht auf die Gesundheitsdaten.

In welchem Bereich der Gesundheitsversorgung können NFC-Technologien eingesetzt werden?

NFC-Technologien (Near Field Communication) können in verschiedenen Bereichen der Gesundheitsversorgung eingesetzt werden, darunter:

  • Kontaktlose Authentifizierung: Patienten können sich kontaktlos mittels NFC-fähiger eGK bei Ärzten und Apotheken ausweisen.
  • Schneller Datenzugriff: NFC ermöglicht einen schnellen und sicheren Zugriff auf medizinische Daten und Notfalldaten.
  • Medikamentenmanagement: NFC kann bei der Verifikation und Verwaltung von Medikamenten helfen, indem Rezepte und Medikationspläne kontaktlos ausgelesen werden.

Warum ist die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wichtig für die Gesellschaft?

Die Einführung der eGK ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. Sie verbessert die Effizienz und Qualität der Gesundheitsversorgung, fördert den sicheren Austausch von Gesundheitsdaten und ermöglicht innovative medizinische Anwendungen. Für die Gesellschaft bedeutet dies bessere Versorgungsstandards, weniger Bürokratie und eine schnellere Reaktionsfähigkeit im Gesundheitswesen. Krankenkassen profitieren ebenfalls von der Digitalisierung, da sie Prozesse optimieren und Kosten senken können.

Was sind die Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte für die Versicherten?

Für Versicherte bietet die eGK zahlreiche Vorteile:

  • Bessere medizinische Versorgung: Durch den einfachen Zugang zu medizinischen Daten können Ärzte fundiertere Entscheidungen treffen.
  • Schnellere und sicherere Abläufe: Die Digitalisierung beschleunigt Verwaltungsprozesse und reduziert Fehlerquellen.
  • Notfallinformationen: Im Notfall sind wichtige Gesundheitsinformationen schnell verfügbar, was lebensrettend sein kann.
  • Bequemlichkeit: Patienten können eRezepte und andere digitale Gesundheitsdienste nutzen, ohne Papierdokumente mitführen zu müssen.

Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es für die elektronische Gesundheitskarte?

Die eGK ist mit modernen Sicherheitsmechanismen ausgestattet, darunter:

  • Verschlüsselung: Alle auf der eGK gespeicherten Daten sind verschlüsselt.
  • PIN-Schutz: Der Zugriff auf bestimmte Daten ist durch eine persönliche Identifikationsnummer (PIN) gesichert.
  • Autorisierung: Nur autorisierte Gesundheitsdienstleister mit einem Heilberufsausweis können auf die Daten zugreifen.
  • Telematikinfrastruktur: Die Nutzung der eGK erfolgt über eine geschützte Telematikinfrastruktur, die höchste Sicherheitsstandards erfüllt.

Was müssen Patientinnen und Patienten über ihre elektronische Gesundheitskarte und Patientenakte wissen?

Patienten sollten sich darüber im Klaren sein, dass die eGK und die ePA ihre medizinische Versorgung erheblich verbessern können. Sie sollten wissen, wie sie ihre eGK verwenden, welche Daten darauf gespeichert sind und wie sie die Kontrolle über ihre Gesundheitsinformationen behalten können. Wichtig ist auch, dass sie sich über die Sicherheitsmechanismen informieren und ihre PIN sicher aufbewahren.

Die elektronische Gesundheitskarte und die elektronische Patientenakte sind zentrale Bausteine einer modernen, effizienten und sicheren Gesundheitsversorgung. Mit der richtigen Nutzung können sie das Gesundheitssystem deutlich verbessern und den Patienten viele Vorteile bieten.

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